Lost Places 3/3

Die verlassene Glarner Metallwerkstatt ist ein wahrer Tummelplatz, um die Perspektiven- und Detailfotografie zu üben. An diesem Lost Place scheinen viele Dinge der Realität entrückt. Protzig und raumfüllend wirkt der mit dem Weitwinkelobjektiv aufgenommene Amboss. 
Wir arbeiten mit bewusst knapp gesetzten Schärfentiefen – beispielsweise beim Schraubenschlüssel – und ernten spannende Bilder.
Zur Mittagszeit stehen unsere Stative still. Bald steht aber nichts mehr still. Vermutlich konnten wir das letzte Mal in diesen Räumen fotografieren: Nach 18 Jahren Leerstand soll ein Umnutzungsvorhaben realisiert werden. Wehmut macht sich breit. Der FOTOSCHOOL-Kurs Lost Places hat einen verwunschenen Ort verloren – machen wir uns auf zum nächsten Lost Place!

Lost Places 2/3

Sägemehl, Staub, Erinnerungen. Der Schlüssel, der nichts mehr aufschliesst, wurde von zwei Kursteilnehmenden aus der gleichen Perspektive fotografiert. Doch die zwei Fotografien erzählen verschiedene Geschichten…
Im vergangenen FOTOSCHOOL-Kurs Lost Places in einer Glarner Spinnerei/Weberei legten wir nach der Raumfotografie den Fokus auf Details: Schnüre, Seile, Uhren, Spinnweben und Sägeblätter. 
Spannend: Das gleiche Objekt (Schlüssel im Sägemehl) wird von zwei Kursteilnehmenden auch zweimal unterschiedlich interpretiert.


Lost Places 1/3

Spukt es hier? Vergessene Orte erzählen fantastische Geschichten. Neugierig erkundete am Lost-Places Workshop eine sehr interessierte FOTOSCHOOL-Gruppe eine alte Spinnerei+Weberei im Glarnerland. Mithilfe ihrer Kameras begannen die Teilnehmenden eigene teils spukende Geschichten zu kreieren…
Trüb, nass, vergessen. Zum Glück war das Dach unseres ‚Lost Place‘ noch dicht und wir konnten trocken die Weberei, Spinnerei und die Unterhalts-Werkstatt durchforsten.
Im ersten Teil zeigen wir nun Aufnahmen der Räume sowie Aus- und Fernblicke; alle Bilder sind von den Kursteilnehmenden gemacht.

Spuk: Ist dies der Geist der alten Spinnerei? Wir wissen es nicht. Doch in der Aufnahme sind sagenhafte Gestalten sichtbar…


 

Selektioniert am Lenzburger Fotofestival

60 wunderbare Fotografien sind auf dem Spaziergang durch die Lenzburger Altstadt zu bestaunen, alle zum Thema „Suche nach Schönheit“. Die Nummer 35 – eingereicht von Christian Weymann, Fotograf und Schulleiter der FOTOSCHOOL – wurde im Vorfeld des Fotofestivals Lenzburg von der Jury aus Tausenden von Bildern von 480 Fotografen aus der ganzen Welt für die Openair-Ausstellung selektioniert.
Das folgende Bild von Christian Weymann ist noch bis Mitte Juni im Lenzburger Schaufenster des Juweliers Jori ausgestellt. Ihr alle dürft über den Publikumspreis der 60 Bilder abstimmen: Falls Euch das Tanzbild mit den Tänzern auf der ‚Suche nach Schönheit‘ ebenfalls gut gefällt, so schickt bitte bis am 9. Juni eine SMS an die Nummer 9234 mit dem Code SM868 36 (0.50 CHF/SMS). Herzlichen Dank für Euren Publikums-Punkt!

 
 
 
Der Juri-Preis wurde bereits vergeben. Dieses Jahr ging er an die New Yorker Künstlerin und Fotografin Shelli Weiler mit „Paragons of Success“. Alle Projektarbeiten sind im Müllerhaus ausgestellt und sehenswert – der ideale Ausflug an Auffahrt oder Pfingsten!
Mehr Information zur Ausstellung bis am 17. Juni 2019 findet man unter fotofestivallenzburg .

Tanzfotografie-Workshop: Danke für das Feedback!

Wie schön, dass wir von fast allen Teilnehmern unseres exklusiven Tanzfotografie-Workshops eine Kursrückmeldung erhalten haben und sie vor dem Bildschirm mit ihrem jeweiligen Lieblingsbild ablichten durften! Wagen wir den Blick hinter die Kulisse im wahrsten Sinne des Wortes:

Kathrin Lüssi: „Der Workshop Tanzfotografie war intensiv und es hat sehr viel Spass gemacht, mit den vier vielseitigen Tänzerinnen und Tänzern zu arbeiten. Da alle Teilnehmer mit derselben Mittelformat-Kamera fotografiert haben, stand mehr Zeit für die Bildnhalte und das Festhalten des richtigen Moments zur Verfügung. Der Workshop war wie immer top organisiert und sehr kompetent geleitet. Ich komme wieder…“


Roland Kolb: „Ich möchte Dir und dem ganzen Fotoschool-Team ganz herzlich danken für den tollen Tanzfotografie-Tag. 
Durch eure Begeisterung für diese Art der Fotografie konnten wir hautnah miterleben wie am Ende die Aufnahmen entstehen. Es hat sehr viel Spass gemacht. Bei der Durchsicht der eigenen Bilder kommt man extrem ins Schwärmen und hat grosse Freude dabei gewesen zu sein.“


Christian Schaffer: „Mir hat der Kurs sehr gut gefallen und viel gebracht. Den richtigen Zeitpunkt zu treffen – das hatte ich mir nicht so schwierig vorgestellt. Schön war, dass jeder ausreichend Zeit hatte selbst zu fotografieren und Ideen umzusetzen. Die Tänzerrinnen und Tänzer waren spitze. Sie konnten die Wünsche präzise umsetzen. Man hat gemerkt, dass sie es gewohnt sind mit Fotografen zu arbeiten.“

Martin Lingi: „Für mich als Amateur war dies ein extrem gelungener Einblick in eine ganz andere Liga der Fotografie! Christian Weymann hat uns behutsam an die Thematik herangeführt, so dass wir dann auch in der Lage waren eigene Ideen mit den Tänzern zu entwickeln und umzusetzen!“

Jede intensive Fotoarbeit bedarf einer Pause zwischendurch. Wohlverdient! Die fertigen Tanzbilder der Kursteilnehmer folgen demnächst.
 

Tanzfotografie-Workshop: Blick hinter die Kulisse

Vorbereitungen sind wichtig und zeitraubend. Aber was wäre denn ein Tanzfotografie-Workshop ohne fotografieren: Endlich geht es los!
Wir fotografieren mit einer Phase One IQ260, um ausreichende Bildauflösung und keinen Zeitverlust beim Bühnen- und Lichtumbau zu erzielen.
Im Manuell-Modus fokussieren wir vorweg auf den Punkt am Ende der Tanzbewegung. Bei der Bewegungsfotografie möchte man ja schnelle Bewegungen einfrieren – und zwar im richtigen, also ästhetisch eindrucksvollsten Moment. Das ist nicht ganz einfach und erfordert einiges an Übung.
Für das Einfrieren der Bewegung ist übrigens nicht der Verschluss der Kamera verantwortlich, sondern die Abbrennzeit des Blitzes. Das Bild ohne Blitz muss also schwarz sein.
Jeder Teilnehmer führt selber Regie und fotografiert selbstständig mit Hilfe der Kursleitung. Fünf Foto-Sessions stehen jeder Person zur Verfügung. Die Zwischenzeit ist kurzweilig: die nächste Foto-Session planen, Kursteilnehmer beobachten, das Making-of fotografisch festhalten, sich mit Kaffee und frisch gebackenem Zopf stärken…

Das gute Zusammenspiel zwischen Fotograf und Model respektive Tänzer ist essenziell – wenn nicht gar das Wichtigste! – , um anmutige Aufnahmen in der Personenfotografie zu erzielen. Alle Beteiligten müssen stets wissen, was das Ziel jeder Fotosession ist. Deshalb findet vor jedem Tanzsprung eine Besprechung zwischen dem Fotografen und den Tänzern statt.

Unentwegt sind der Workshopleiter und seine Assistentin behilflich beim korrekten Einstellen der Beleuchtung und der Windemaschine, damit die Tänzerinnen nicht die Haare im Gesicht haben.

Alle diese Bilder vom Making-of sind nicht mit der Blitzanlage synchronisiert. Es entstehen teilweise spannende Bilder. Löst man beispielsweise gleichzeitig mit dem Blitz der Foto-Session aus, dann wird das Bild zwar eingefroren, doch die Bewegungen unmittelbar davor und danach sind verwischt sichtbar. Alles ist möglich: Vom verschwommenen Geisterbild bis zum scharf eingefrorenen Sprungbild. Es lässt sich erahnen, dass die eigentlichen Tanzfotografien wunderbar geworden sind. Noch sind sie in Bearbeitung, doch bald folgt eine Kostprobe.

Tanzfotografie-Workshop: Eintreffen der Tänzer und Kursteilnehmer

Die Vorfreude steigt! Denn lang währte die Vorbereitung, und dann treffen sie endlich alle ein: die zwei Tänzerinnen und der Workshopleiter samt Assistenten.

Während das Leitungsteam des Tanzfotografie-Workshops sich bespricht…

…wärmen sich die Profitänzerinnen Klaudia Snios und Kizzy García Vale mit Dehnungsübungen auf.

Nun treffen auch die Kursteilnehmer ein. Nach einigen Worten zur Theorie der Tanzfotografie…

…geht’s fliessend zur Praxis: Sichtung und Auswahl der Kostüme und Kleider für das Shooting. Wallende Röcke, luftige Schals, bunte Oberteile.

Dann landet auch der verspätete Flieger aus Frankfurt und die ersehnten Tänzer Jamorris Rivers und Steven Vaughn stossen dazu, natürlich noch in Strassenkleidung wie die netten Jungs von nebenan.
Dabei sind ihre Biografien beachtlich!
Steven Vaughn: http://edgedanceco.com/faculty/steven-vaughn.aspx
Jamorris Rivers: http://www.thedancefoundation.org/staff/jamorris-rivers/
Klaudia Snios: https://www.klaudia-snios.com/resume
Kizzy García Vale: http://kizzygarciavale.com/bio/
 
 

Aufbau für den Workshop Tanzfotografie: „Festhalten, was das Auge nicht sieht“

Zuallererst kommen nicht die Tänzer ins Schwitzen, sondern diejenigen, die für den Tanzfotografie-Workshop alles vorbereiten und aufbauen!
Die Pendenzenliste ist lang: Location suchen – in unserem Fall das ehemalige Kino Rex, das als neues Nova-Theater über eine Bühne mit 4.70m Höhe verfügt -, Tänzer selektionieren und Verträge abschliessen, ein Helferteam zusammenstellen und instruieren.
Lang ist auch die Materialliste, insbesondere für das Licht-Equipment:
3 Blitzgeneratoren
4 Leuchten für die Blitzgeneratoren
2 Siros 800S
1 Siros 800L
1 Para 220
2 Striplights
1 Okta Box 75
2 Normalreflektoren
Zusätzlich schafften wir Stative heran, zwei Windups um die Leuchten auf 3.7m Höhe zu bringen, einen Galgen um Licht direkt über die Tänzer zu bringen, und natürlich einen schwarzen Hintergrund, 6m x 5m gross.

Und alles muss in die Lokalität des Tanz-Shootings transportiert werden! Hier sind wir am Rollen eines Fotostativs…

…hin zum wartenden Licht-Equipment.

Der Aufbau des schwarzen Hintergrunds fordert handwerkliches Geschick und eingespieltes Teamwork: Wir sägen Holzlatten, stellen mit vereinten Kräften den Rahmen auf und spannen geduldig und faltenlos das ’schwarze Bühnenbild‘.

Nun muss nur noch die Technik und das Licht eingerichtet werden – mehr dazu im nächsten Blog.

Astrofotografiekurs

Der Weihnachtsstern, weit sichtbar mit Schweif und andere Sterne, faszinieren die Menschheit seit jeher. Himmlische Zeiten sind kostbar. Auch unser Sternenhimmel-Workshop erntete viel Lob. Vielen Dank für die schönen Rückmeldungen!hanspeter_bachtel-2Feedback von Roman
Es war ein gelungener, lehrreicher Abend. Neben den fotografischen Erkenntnissen haben mich vor allem auch die astronomischen Ausführungen von Martin über die Sternenbilder und den facettenreichen Sternenhimmel fasziniert. Eure Hilfsbereitschaft und Euer Engagement haben mich sehr gefreut!
Feedback von Hanspeter
Hallo Cornelia und Martin! Ich kann Euch beiden nur danken für diesen tollen und sehr interessanten Kurs, welchen ich sicher jedem nur empfehlen kann. Um deinen Support mit den Einstellungshilfen an meiner Nikon bin ich sehr froh gewesen. Obwohl ich natürlich den Weissabgleich wieder vergessen habe, trotz deiner und Martins Intervention. Die Erklärungen von Martin über all die Namen von den „leuchtenden Punkten“ am Himmel war sehr interessant.
Der Kurs „Faszination Sternenhimmel von der Planung bis zum fertigen Bild“ ist wirklich empfehlenswert. Wir hatten natürlich optimale Voraussetzungen, sternenklares Wetter für die Nachtaufnahmen mit ganz guter Betreuung durch Martin und Cornelia mit Kaffee und Guetzli bei sommerlichen Temperaturen, sowie nebliges Wetter für die Bearbeitung der Bilder mit Ligthroom und StarStax für die Strichspuren. Das gute Wissen von Martin über alle dies Himmelskörper ist unglaublich. Es hat mich motiviert, mich weiterhin mit Langzeitbelichtungen von Sternen zu beschäftigen.

Feedback von Andi
Für mich war der zweite Abend sehr faszinierend, ja sogar ein WOW-Erlebnis! Mein Kursziel war es, ein schönes Foto der Milchstrasse abzulichten. Ich hätte jedoch nicht damit gerechnet, dass wir in nur wenigen Fahrminuten Orte erreichen können, an denen die Milchstrasse so schön abzulichten ist. Es ist also tatsächlich möglich mit einer APS-C Kamera nicht weit von zuhause, die gleichen Resultate zu erzielen, wie ich sie von Internetfotos kannte. Mit dem erlernten Know-how war es mir möglich, auch selbst die Milchstrasse abzulichten. Ich freue mich bereits jetzt auf den Frühling, wenn ich weiter üben kann! An dieser Stelle möchte ich euch danken.
Gesammeltes Feedback nach dem Bearbeitungstag am Computer:

  • Ich habe es geschätzt, dass es nicht nur um das Sterne Fotografieren ging, sondern dass Martin so vieles zu sagen wusste und ich dabei vieles über die Sterne, die Sternbilder und Planeten erfahren durfte.
  • Ich fand es super, dass wir am Einführungsabend in einer etwas helleren Nacht unterwegs waren. Dies gab mir Sicherheit und ich konnte die wichtigen Handgriffe üben, was mich in der dunklen, mondlosen Nacht sehr unterstützt hat.
  • Das Hintergrundwissen, also nicht nur die Technik, zu unserem Sternenhimmel erzählt zu erhalten, war genial.
  • Im Bearbeitungskurs half es mir, dass wir ein Bild ‚step by step‘ gemeinsam erarbeitet haben, das gab mir einen guten Einblick in die Bildoptimierung.
    Was ich sehr schätzen würde ist, wenn Photoshop auch als Bearbeitungstool genutzt würde.
  • Danke herzlich für das grosse Engangement für die Sache. Es geht in diesem Kurs nicht nur um Technik bei Aufnahme und Bearbeitung…es geht um die Sache, sprich den Sternenhimmel, selbst!

Sterne vor der Haustür

Wo sind die Sterne geblieben? Das helle Siedlungslicht dominiert die Nacht. Aber zum Glück liegt die Fotoschool nicht weit weg vom Pfäffikersee und dem 1115 Meter über Meer liegenden Bachtel. Da, fast vor der Haustüre, funkeln die Sterne zum Greifen nah und warten darauf fotografiert zu werden.
Diese Nachtfotografien entstanden auf dem Bachtel. Weiss der Geier, wie diese faszinierenden Sternenbilder gemacht werden!? Jedenfalls wir wissen es. Gerne geben wir die Tipps weiter:
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– In bewohnten Gegenden muss man zuerst die dunklen Standorte wie Seeufer, Hügelkuppen oder Waldlichtungen ausfindig machen.
– Man muss berücksichtigen, dass die Sterne nicht zu jeder Jahreszeit gleich intensiv zu sehen sind. Auf diesen Bildern lässt die Intensität der Milchstrasse schon nach. Gut zum Fotografieren eigenen sich die Sommermonate Mai bis September. Die ‚Wintermilchstrasse‘ wirkt indes eher schwach.
– Nebst Kälteresistenz, Geduld und hilfreichem Kameramaterial braucht es unabdingbar gewisses Fachwissen, beispielsweise bezüglich Zusammenspiel von Brennweite und längst-möglicher Verschlusszeit.
Martin Rusterholz kennt das Firmament, wie es nur wenige kennen: Er weiss alles über die Sterne, die Bewegung der Sterne und was beim nächtlichen Fotografieren zu beobachten und zu beachten ist. Mit Vergnügen gibt er sein Fachwissen weiter im fotoschool-Kurs „Faszination Sternenhimmel. Von der Planung bis zum fertigen Bild“. Der nächste Kurs findet im Sommer 2017 statt.
Übrigens: Gelungene Sternenbilder kann man mit einer ganz normalen Spiegelreflex- oder Systemkamera machen. Für die nachfolgenden Bilder wurde eine Fuji x Pro2 verwendet.

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Bachtelturm mit Milchstrasse

Nachtbilder wirken besonders spannend, wenn der Sternenhimmel in Kombination mit einem Gegenstand aufgenommen wird. Es muss nicht immer ein Geier sein. Auch das Spiel mit dem Bachtel-Turm wirkt dramatisch.