Ganz schön scharf: Schärfentiefe und Zeit

Wie scharf ist scharf genug? Das muss jede und jeder selber entscheiden, doch ist die Schärfentiefe ein immens wichtiges Gestaltungsmittel beim Fotografieren. So machten sich die KursteilnehmerInnen bei trübem Wetter – aber sehr motiviert! – auf die Entdeckungsreise von ‚Scharf‘ und ‚Unscharf‘ im Fotografie-Alltag (Kurs: Schärfentiefe und Zeit).
Was bringt beispielsweise die kleine Blendenzahl ‚5‘? Und was passiert bei einer Einstellung mit der grossen Zahl ’11‘? Nachfolgende Bilder veranschaulichen gut, wie bei einer grossen Blendenzahl (Bild rechts: Schärfentiefe ’11‘) der scharf dargestellte Bereich auch gross ist.

Und was passiert, wenn man die Zeiteinstellung manipuliert? Faszinierend: Der Wasserfall kann bei einer so-genannt ’schnellen Verschlusszeit‘ von 1/400 Sekunden als Bild regelrecht ‚eingefroren‘ und tropfenscharf dargestellt werden. Bei einer ‚langen Verschlusszeit‘ von 2 Sekunden wirkt das Wasser fliessend und verschwommen.
Fotografiert man einen See mit einer langen Verschlusszeit und nimmt noch einen Graufilter hinzu, dann wirkt das Gewässer still und flach.

Und wie und wann wird ein Polfilter (Polarisationsfilter) verwendet? Der Unterschied ist frappant, wenn man durch die Wasseroberfläche den Seegrund fotografiert: Beim rechten Bild – mit Polfilter – sieht man den Seegrund sehr scharf.

Eiskalt und gestochen scharf

Eisschollen, sachte treibend, boten ein wunderbares Übungsobjekt im Workshop „Ganz schön scharf: Schärfentiefe und Zeit“ (nächster Kurs: Sa. 30.09.2017). Bei traumhaftem Wetter, gepaart mit eisiger Kälte, experimentierten wir mit den Kamera-Einstellungen rund um Zeit und Blende.
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Den zweiten Teil des Kurstages verbrachten wir am Bach. Flusssteine, Stromschnellen, Wasserfälle… Das Tüfteln mit der Zeiteinstellung war herrlich, die entstandenen Wasser-Fotografien sind es ebenso.
Die Begeisterung von Kursteilnehmer Tobias widerspiegelt den Kurstag: „Wir durften von Deinem hochstehenden technischen Wissen und Deinen Erfahrungen profitieren: Einfach Spitze! Ich nehme gerne an Deinen Kursen teil. Zu den aktuellen «Tücken der Technik» und den neusten Errungenschaften auf dem Markt kennst Du immer die Hintergründe und lieferst entsprechende Tipps dazu.“
 


 

Die Schärfentiefe – Eindrücke und Bilder aus Modul 1

Am vergangenen Samstag Morgen trafen sich 6 TeilnehmerInnen an der Turmstrasse zum Thema Modul 1 „Ganz schön scharf – Arbeiten mit der Schärfentiefe“. Nach einem theoretischen ging es dann über zum praktischen Teil.
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Da draussen Minustemperaturen herrschten waren alle froh, dass der Morgen nicht in der freien Natur stattfand. Dank der Gastfreundschaft der Gärtnerei Waffenschmidt in Russikon konnten wir „unter Dach und an der Wärme“ mit den verschiedenen Blenden und Brennweiten experimentieren. Als dann noch das 100mm Makroobjektiv zum Ausprobieren benutzt werden konnte, gab es doch da und dort faszinierte und freudig funkelnde Augen. Das Kleine gross darzustellen, das Wesentliche hervorzuheben wurde mit Freude umgesetzt.
Am Nachmittag wagten wir uns dann doch noch an den Pfäffikersee um auch in der Landschafts- und Portraitfotografie das Gelernte zu erproben. Mit fotografischen Eisblumen trieb uns der eisige Wind leider bald wieder ins Haus zurück.
Vielen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für euer Mitwirken – es hat Spass gemacht mit euch unterwegs zu sein!
Cornelia Frei, Workshopleiterin

Die Schärfentiefe – Eindrücke und Bilder aus Modul 1

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Zwar fand unser Modul 1 „Ganz schön scharf – die Schärfentiefe“ definitiv im August statt, doch die Temperaturen zeigten sich wohl eher von der kühlen Herbst-Seite. Nichts desto trotz konnten die verschieden Brennweiten und Blenden von den Teilnehmenden besprochen und in allen möglichen Variationen ausprobieren werden. Von grossen Landschaftsobjekten wie dem Pfäffikersee, über Portraitfotografien bis zu Makro-Aufnahmen. Viel geübt wurde in Distanzen und „wo“ man fokussiert: Ob näher zum Objekt oder weiter weg. Wie verändert die Brennweite die Aussage des Bildes? Und wie die Blende die Schärfentiefe beeinflussen kann. Nach diesem eintägigen Modul können dies die Teilnehmenden definitiv und sicher beantworten respektive in der Praxis anwenden.
Als Begleitperson mit dabei war auch Cornelia Frei. 00007_DSC_0468
Cornelia wird in Zukunft einen Teil der Modulkurse als Dozentin übernehmen und Ihr Fachwissen an unsere Teilnehmenden weitergeben. Liebe Cornelia, wir freuen uns sehr auf dein Mitwirken in unserem Team.
 
 

Ganz schön scharf! Arbeiten mit der fotografischen Schärfentiefe

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Manch „Aha“-Erlebnis wurde am vergangenen Samstag verfolgt, wenn es darum ging, die Schärfentiefe respektive die richtige Wahl der Blende bei seinen Fotoaufnahmen  einzustellen um dann den gewünschten Effekt erzielen zu können. Die Gruppe von insgesamt fünf Teilnehmenden war begeistert von den neu entdeckten Schaffens-Möglichkeiten. Auch die Freude über die vielen kreativen Fotografien war spürbar. Vielen Dank an alle Mitwirkenden. Es hat Spass gemacht euch zu unterrichten!