Beleuchtung: Lichtformer für die Porträtfotografie – Teil 2

Das Licht ist eines der wichtigsten Werkzeuge des Fotografen. Die Teilnehmer des vergangenen FOTOSCHOOL-Kurs ‚Lichtformer‘ erforschten das Zusammenspiel von mehreren Lichtquellen.
Zoe, unser Model, war ganz in weiss gekleidet. Wir wählten das Motto WEISS AUF WEISS. Die Herausforderung bestand darin, die Trennung der verschiedenen Weisstöne sichtbar zu machen, was den Kursteilnehmern schön gelang!
Weiss-Weiss und Schwarz-Weiss: Der FOTOSCHOOL-Kurs Schwarz-Weiss-Fotografie (ab 29.Okt. 2018) wird sich der Harmonie von Gegensätzen widmen.


 

Beleuchtung: Lichtformer für die Porträtfotografie – Teil 1

Und es werde Licht! Was simpel klingt, ist gar nicht immer so einfach: Wie kann das Licht in der gewünschten Intensität an den beabsichtigten Ort gelenkt werden? Das Licht nach Wunsch ‚formen‘ zu können, das ist enorm wichtig in der Studio- und Porträtfotografie.
Im neulichen Kurs ‚Lichtformer‘ ging es um die Wirkung der einzelnen Lichtformer: Scheinwerfer, Lampen, Schirme, Wände und weitere Hilfsmittel – wie setzt man sie ein?
Zu Beginn richteten wir ein Licht ohne Lichtformer gegen die Wand im Rücken des Fotografen. Bei minimalem Schattenwurf hatte so unser Model Isaura viel Freiraum, um sich zu bewegen. Diese Beleuchtungsmethode eignet sich auch ausgezeichnet für Nahportrait- sowie für Ganzkörper-Aufnahmen, ohne je Licht und Lichtformer ändern zu müssen.


Später haben wir mit zwei Lichtformern gearbeitet, die zwar fast gleich gross sind, sich aber im Wesen unterscheiden: Der Para 88 führt das Licht schmeichelnd dem Gesicht entlang; es entstehen keine starken Schatten. Dagegen bewirkt der Okta 75 einen sichtbaren Helligkeitsgradienten: Die Lichtstrahlen werden schwächer, je weiter weg sie von der Lichtquelle sind, und Schatten werden sichtbar. Dies ist gut erkennbar auf den letzten Aufnahmen dieser Bildergalerie.

Einführung Studio-Porträtfotografie: Durch die Brille

Ohne Blitzanlage geht bei der Porträt-Fotografie heutzutage gar nichts mehr. Kein Wunder, dass der erste Theorieabend des Lehrgangs ‚Studio und On Location Porträtfotografie‘ diesem Thema gewidmet war. Dann die Probe aufs Exempel: zusammen mit Model Tina schauten wir, was hartes Licht bewirkt und welche Rolle die Distanz vom Model zur Softbox spielt. Und wie fotografiert man Silhouetten und Brillen?
Da Tina eine Brille trägt, kann je nach Bildwinkel der Effekt der verschobenen Gesichtskontur entstehen. Dies kann man entweder durch einen leicht anderen Winkel ändern oder später im Photoshop korrigieren.

Links: linkes Auge ohne Korrektur; rechts: korrigiert in Photoshop.
…und einige Bilder, welche die Teilnehmenden gemacht haben:


 

Fotografieren 'On Location' – Porträtfotografie 2/2

Zu viel des Guten! Bei Halogenlicht, herkömmlichen Glühbirnen und LED mit warmem Farbton haben wir es schwierig den Blitz als Aufheller zu verwenden. Es empfiehlt sich, das Blitzlicht mit einer orangen Folie (CTO) einzufärben. Wenn man die ISO-Einstellung nicht enorm hochschrauben möchte, muss man mit längeren Verschlusszeiten arbeiten, um das vorhandene Licht sichtbar zu machen. Aus der Ferne ein Bild des Sets…

…und von ganz nah: das stimmungsvolle Porträt von Model Sabrina.
Bezüglich Bildaufbau: Hinter dem Model stehen auf einem Gestell zwei grosse Flaschen, die das Bild unvorteilhaft dominieren.
Eine Änderung des Bildarrangements war angesagt: Wir stellten die edlen Tropfen direkt vor die Kamera auf den Salontisch. So konnten wir bunte Schatten in den Vordergrund zaubern, die dem Bild eine spannungsvolle Note verleihen.
Wie so oft gegen Ende eines Fotoshootings (Fotoshooting- & Kursprogramm hier) prüften wir die schauspielerische Fähigkeit der Models: Eine kleine, feine Serie entstand.

Fotografieren 'On Location' – Porträtfotografie 1/2

Es werde Licht: Im Studio können wir das Licht kontrollieren. Doch in andern Räumlichkeiten respektiv ‚On Location‘ kommt das vorhandene Licht dazu. Mit den heutigen Kameras können wir selbstverständlich die ISO-Einstellung hochschrauben und ohne zusätzlichen Blitz fotografieren. Das hat aber den Nachteil, dass wir die Lichtintensität nur beschränkt steuern können und das Bildrauschen zunimmt.
Als Rauschen in der digitalen Fotografie bezeichnet man übrigens das Vorhandensein von Bildpunkten, die keinen Bezug zum Bildinhalt haben; das kann störend die Bildqualität mindern oder als künstlerisches Element bereichern.
Aus zwei Gründen haben wir im Fotoschool-Kurs ‚Porträt On Location‘ mit Blitz gearbeitet: einerseits um das vorhandene Licht zu verstärken, andererseits um das ganze Ambiente aufzuhellen und die beiden Models Sabrina und Jonas ins rechte Licht zu rücken. Es ist darauf zu achten, dass man eine Hauptlichtquelle bestimmt. Denn natürlich haben wir auch nur eine Sonne, die die Schatten- und Sonnenseiten definiert.
Bei diesem Bild akzeptierten wir die von rechts einfallenden Sonnenstrahlen als Hauptlichtquelle. Aus der Richtung der Kamera haben wir mittels Oktabox die ganze Szene aufgehellt.

Das Bild mit Sabrina ist ohne Blitz mit 6400 ISO entstanden. Gut sichtbar ist das Rauschen. Das durch die Lamellen einfallende Licht wirkt wegen des bedeckten Himmels sehr weich.

Um das Sonnenlicht künstlich zu verstärken, haben wir bei obigem Bild einen Blitz mit Normalreflektor draussen vor dem Fenster platziert. So konnten wir drinnen mit 100 ISO fotografieren. Das durch den Rolladen einfallende intensive – beinahe hart wirkende – Licht bewirkt ein schönes Schattenspiel auf Jonas Gesicht. Weitere spannende Bilder des Kurstages in nachfolgender Bildgalerie:

 
 
 

Frauen in der Studio- und Porträtfotografie 2/2

Sinnliches Frauenporträt in schwarz-weiss. Genau darum ging es im Frauenporträt-Kurs (nächster Kurs: 25.6.2018) neulich im Fotoschool-Studio. Wir wählten einen schwarzen Hintergrund, die Visagistin schminkte die Lippen besonders rot und unser Model wählte ausgefallene Kleiderfarben. Natürlich fotografierten wir mit der Digitalkamera alles in Farbe, doch nachträglich wandelten wir mittels Bildbearbeitungsprogramm alles um in schwarz-weiss.
Nachfolgend geben die Bilder einen Einblick in den Kurstag. Zwei Farbfotografien zeigen auf, wie übertrieben bunt beispielsweise die Lippen geschminkt werden sollen, um in schwarz-weiss schön zu wirken.


Warmes Licht zu erzeugen, welches das Gesicht umhüllt und gut ausleuchtet, ist eine Herausforderung. Hierfür haben wir mit einer grossen Okta samt einem schwarzen Tuch davor gearbeitet. In Ergänzung verwendeten wir eine weisse Styropor-Platte als Aufheller vorne. Ebenfalls brachten wir vor dem Objektiv einen Karton mit einem Loch an, damit kein Licht in die Linse eindringen konnte. Ein Bild vom Making-of illustriert die Anordnung im Studio.

Frauen in der Studio- und Porträtfotografie 1/2

Frauen, Women, Mulheres, Donnas. So verschieden derselbe Begriff in diversen Sprachen klingt, so verschieden posierte unser Model Maja. Beim neulichen Kurs Frauenporträts (nächster Kurs: 25.6.2018, Anmeldung hier) unterstützte uns eine Visagistin. Gerade im Studio mit etlichen Blitzanlagen kommt der Schminke eine wichtige Rolle zu. Unabdingbar ist, dass man eine Visagistin wählt, die sich mit dem Fotografieren auskennt: Wird beispielsweise ein Puder mit Glimmer gewählt, so bewirkt dies störende Reflexe.
Die erste Studio-Übung beinhaltete das Porträtieren vor weissem Hintergrund.

Bei all diesen Aufnahmen benutzten wir als wichtigste Lichtquelle den Para 222. Den Hintergrund beleuchteten zwei Striplights.

Männer in der Studio- und Porträtfotografie

Ein Mann – drei Charakteren. Ob als Motorrad-Biker, als Schotte im Kilt oder als einsamer Cowboy, stets posierte unser Model geduldig und versuchte all unseren Regie-Wünschen nachzukommen. Im diesjährigen Fotoschool-Kurs Männerporträts (nächster Kurs: 18. Juni 2018 – Anmeldung hier) übten wir sowohl im Studio als auch draussen unser Model bestmöglich in Szene zu setzen.
Im Studio versuchten wir mit Hilfe von hartem Licht die Gesichtszüge und den Charakter per se zu betonen. Später unter freiem Himmel – on Location in Pfäffikon ZH – übten wir das Zusammenspiel von Sonnenstrahlen und Blitzlicht. Wir setzten auf das HS-Blitzen, damit wir auch bei ultrakurzen Verschlusszeiten von 1/125sec. den Blitz verwenden konnten. Fotografieren ‚on Location‘ dreht sich immer um die herausfordernde Frage, wie die Umgebung mit dem Model hervorragend zu kombinieren ist. Seht selbst, welche aussagekräftigen Bilder im Kurs entstanden sind…:

Regieführung in der Studio- und Porträtfotografie

Regieführung: inspirieren, anleiten, lenken, das Beste aus der Situation machen, entscheiden, schaffen. Mit den besten Wünschen fürs NEUE JAHR und auf eine erfolgreiche Regieführung im Leben wie im fotografischen Schaffen – das wünscht Ihnen das ganze Team der Fotoschool für 2018!
Zeit zum Reflektieren. Der neuliche Regie- und Posing-Kurs (nächster Kurs: 11.6.2018) beschäftigte uns mit der Frage: Wie können wir das Beste aus unserem Model herausholen? Nun, es empfiehlt sich ein spielerischer Auftakt, wo das Model mit verschiedenen Körperhaltungen, Mimik und Gestik experimentiert. Unser Tipp: Das erfolgreiche Zusammenarbeiten funktioniert nicht, wenn bei jedem Model derselbe Katalog an Standard-Posen abgefragt wird.
Unvergesslich an diesem Kurstag bleibt sicher die eine Posing-Session, als ein Teilnehmer unser Model aufforderte laut zu schreien. So brüllte und tobte sie heftig, wobei emotional packende Bilder entstanden sind. Seht selbst!

Lichtformer für die Studio- und Porträtfotografie 2/2

Was der Zauberstab ist für den Zauberer, das ist der Lichtformer für den Fotografen: Es geht ohne, aber magisch besser mit – speziell im Studio! Dementsprechend erpicht aufs Ausprobieren waren die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer des diesjährigen Lichtformer-Kurses (nächster Lichtformer Workshop: 28.5.2018). Der traditionelle Projektor, der achteckige Okta 75, der schirmförmige Para 88 mit und ohne Wabe sowie die Softbox 100x60cm standen bereit – und mitten drin unser Model Sabrina, eine professionelle Tänzerin.
Der Entstehungsprozess nachfolgender Fotografien – von oben links nach unten rechts – war erhellend. Anfänglich haben wir nur mit Projektor und Okta gearbeitet: Mittels Projektor haben wir Muster auf Sarina projiziert und gleichzeitig mit dem Okta die dunklen Stellen aufgehellt.
Verschiedene Beleuchtungseffekte haben wir mit dem achteckigen Okta 75 ausgelotet, zuerst ohne und dann mit Wabe, um das Licht gezielt auf das Gesicht zu bringen. Ab den Bildern mit Hut haben wir mit dem Para 88 gearbeitet.
Bei den letzten zwei Bildern haben wir eine Softbox 100x60cm verwendet, unter anderem mit spezieller Technik, so dass nur ganz schales Licht auf das Model fiel. Abrakadabra!