Staubbeutel vor dem Makro

April-Wetter herrscht bis in den Mai hinein. Doch wir Glückspilze erwischten einen trockenen Kurstag, um mit unseren Kameras den Botanischen Garten Grüningen unter die Makro-Objektive zu nehmen. Durch die neuliche Kälte samt Schneefall waren viele Triebe erfroren. Dennoch entdeckten wir einige Blumen im Treibhaus.
Wir waren fasziniert von den Hibiskusblüten. Doch wie so oft bei der Makrofotografie (nächster Kurs: 29.09.2017) hatten wir zuerst die Qual der Wahl zu entscheiden, was wir scharf im Bilde haben wollten, gefolgt von der Herausforderung, diesen Punkt scharf hinzubekommen. Gute Unterstützung bot uns die Technik ‚Focus Stacking‘. Dabei werden mehrere Bilder mit verschobenem Fokuspunkt gemacht und anschliessend zu einer Fotografie verrechnet.
Eine Kursaufgabe lautete, den gesamten Blütenstand der Hibiskusblüte scharf darzustellen, die anderen Pflanzenteile unscharf. Das Resultat sieht so aus:
Bei den folgenden zwei Bildern sieht man anhand der vergrösserten Ausschnitte, was bei der Technik ‚Focus Stacking‘ im Detail geschieht:
Beim oberen Bild – eine der Einzelaufnahmen – erkennt man deutlich die Unschärfe der Staubbeutel.

Das aus neun Einzelaufnahmen zusammengesetzte Foto präsentiert alle Staubbeutel gestochen scharf. Die Technik ‚Focus Stacking‘ – also die Variation des Fokuspunktes – hat wunderbar funktioniert.
Bei manchen Fotografien der Kursteilnehmer lässt sich erahnen, dass mit dieser Technik gearbeitet wurde…


Und besten Dank für dieses nette Kompliment: „Der Makrokurs war sehr lehrreich und ich konnte enorm von der Kursleiter-Erfahrung profitieren. Die Art und Weise, wie uns das Thema näher gebracht wurde, war einfach grossartig. Die Tipps und Tricks sind genial. Super war auch, dass Foto-Equipment zum Ausprobieren zur Verfügung stand.“

Zürich by night

Der Mond ist aufgegangen. Es dämmert, die mystische Nacht bricht an. Wunderbar traumhaft war unser Workshop-Abend ‚Zürich by night‘: Zuerst die so genannte ‚Blaue Stunde‘ und dann die urban erleuchtete Winternacht…
...verführten uns mit sagenhaften Beleuchtungseffekten. Dreimal winkte uns der stolze Kirchturm St. Peter zu! Diese Fotografie-Technik werden wir im nächsten Nachtfotografie-Workshop (30. Nov. 2017) vertiefen – Anmeldung hier.
Einmal mehr hat sich gezeigt, dass man nicht mit jeder Kamera gleich belichten kann. Alle Kameras mit Sony-Sensoren (Fuji, Nikon, Sony, Pentax etc.) ermöglichen eine gute Bildqualität in den Schattenbereichen. Eine Canon-Kamera erzielt im Lichtbereich ausreichende Qualität; in den Schattenbereichen überzeugt die Qualität aber nicht bei der späteren Bildbearbeitung (so genanntes ‚Rauschen‘).
Mein Tipp für alle mit einer Canon-Kamera: Nicht zu dunkel belichten! Ob mit oder ohne Sony-Sensor – ideal belichtete Nachtfotografien sind fast immer möglich, wie diese Impressionen der Workshop-TeilnehmerInnen zeigen:


 

Schwierige Lichtverhältnisse

Ein trüber Tag brach an. Zwielicht herrschte. Der Name war Programm des Workshops „zwieLICHT – schwierige Lichtverhältnisse“. Draussen war es zu düster für das Fotografieren, so zog es uns einmal mehr ins Nähmaschinen-Museum in Dürnten ZH. Ob im verwunschenen Garten – friedlich schlummernd im Winterschlaf – oder in der antiken Scheune: Das Museum war gespickt voll mit fotogenen Gegenständen. Insbesondere nahmen wir die Gestelle der Maschinen unter die Lupe und entdeckten Verborgenes wie zwei Engel, die die Weltkugel tragen.
00011_dsc_7460
 
Nachfolgend eine Auswahl an weiteren schönen Fotografien, die die Teilnehmer im Umgang mit dem Zwielicht machten:


 

Eiskalt und gestochen scharf

Eisschollen, sachte treibend, boten ein wunderbares Übungsobjekt im Workshop „Ganz schön scharf: Schärfentiefe und Zeit“ (nächster Kurs: Sa. 30.09.2017). Bei traumhaftem Wetter, gepaart mit eisiger Kälte, experimentierten wir mit den Kamera-Einstellungen rund um Zeit und Blende.
00001__kit0841
 
Den zweiten Teil des Kurstages verbrachten wir am Bach. Flusssteine, Stromschnellen, Wasserfälle… Das Tüfteln mit der Zeiteinstellung war herrlich, die entstandenen Wasser-Fotografien sind es ebenso.
Die Begeisterung von Kursteilnehmer Tobias widerspiegelt den Kurstag: „Wir durften von Deinem hochstehenden technischen Wissen und Deinen Erfahrungen profitieren: Einfach Spitze! Ich nehme gerne an Deinen Kursen teil. Zu den aktuellen «Tücken der Technik» und den neusten Errungenschaften auf dem Markt kennst Du immer die Hintergründe und lieferst entsprechende Tipps dazu.“
 


 

Zwielicht: Die Tage werden wieder länger!

Als die Nächte am längsten waren, widmeten wir uns im Fotolehrgang ‚Grundbildung – Bildgestaltung‘ dem Thema Zwielicht. Wahrlich knifflig waren die Lichtverhältnisse im schattigen Wald, der von der fahlen Wintersonne märchenhaft ausgeleuchtet wurde.
0001_silvia_tobelweiher_010Dann wurde es richtig düster bei garstigem Wetter. Kurzentschlossen verbrachten wir den zweiten Teil des Kurstages im Nähmaschinen-Museum in Dürnten. Museen sind stets wahre Fundgruben an spannenden Sujets inmitten herausfordernder Lichtverhältnisse!
0007__dsc6512
Neugierig?! Im Februar, wenn die Tage wieder länger werden, findet erneut ein ZwieLICHT-Workshop statt: Samstag 04.02.2017. Auch der nächste Fotolehrgang ‚Grundbildung – Bildgestaltung‘ wird das Zwielicht ausleuchten (ab Dienstag 07.03.2017, 8 Abende und 2 Tage).
Sowohl im Wald als auch im Nähmaschinen-Museum sind den KursteilnehmerInnen trotz – oder eben gerade wegen – der schwierigen Lichtverhältnisse viele ausdrucksstarke Bilder gelungen. Das Zwielicht erfordert das genaue Hinschauen. Kein Wunder wurden viele verlockt sich auf Detailaufnahmen zu konzentrieren…


 

Sterne vor der Haustür

Wo sind die Sterne geblieben? Das helle Siedlungslicht dominiert die Nacht. Aber zum Glück liegt die Fotoschool nicht weit weg vom Pfäffikersee und dem 1115 Meter über Meer liegenden Bachtel. Da, fast vor der Haustüre, funkeln die Sterne zum Greifen nah und warten darauf fotografiert zu werden.
Diese Nachtfotografien entstanden auf dem Bachtel. Weiss der Geier, wie diese faszinierenden Sternenbilder gemacht werden!? Jedenfalls wir wissen es. Gerne geben wir die Tipps weiter:
001_img_6360-bearbeitet
– In bewohnten Gegenden muss man zuerst die dunklen Standorte wie Seeufer, Hügelkuppen oder Waldlichtungen ausfindig machen.
– Man muss berücksichtigen, dass die Sterne nicht zu jeder Jahreszeit gleich intensiv zu sehen sind. Auf diesen Bildern lässt die Intensität der Milchstrasse schon nach. Gut zum Fotografieren eigenen sich die Sommermonate Mai bis September. Die ‚Wintermilchstrasse‘ wirkt indes eher schwach.
– Nebst Kälteresistenz, Geduld und hilfreichem Kameramaterial braucht es unabdingbar gewisses Fachwissen, beispielsweise bezüglich Zusammenspiel von Brennweite und längst-möglicher Verschlusszeit.
Martin Rusterholz kennt das Firmament, wie es nur wenige kennen: Er weiss alles über die Sterne, die Bewegung der Sterne und was beim nächtlichen Fotografieren zu beobachten und zu beachten ist. Mit Vergnügen gibt er sein Fachwissen weiter im fotoschool-Kurs „Faszination Sternenhimmel. Von der Planung bis zum fertigen Bild“. Der nächste Kurs findet im Sommer 2017 statt.
Übrigens: Gelungene Sternenbilder kann man mit einer ganz normalen Spiegelreflex- oder Systemkamera machen. Für die nachfolgenden Bilder wurde eine Fuji x Pro2 verwendet.

004__dsf2997
Bachtelturm mit Milchstrasse

Nachtbilder wirken besonders spannend, wenn der Sternenhimmel in Kombination mit einem Gegenstand aufgenommen wird. Es muss nicht immer ein Geier sein. Auch das Spiel mit dem Bachtel-Turm wirkt dramatisch.

Nik Collection Gratis

Google macht uns ein schönes Ostergeschenk. Das Unternehmen hat am Donnerstag verlauten lassen, dass die geniale Nik Collection ab sofort und für alle, die diese im 2016 erworben haben, gratis ist.
Silver Efex Pro ist eines der bestens Programme für die Schwarz-Weiss-Bearbeitung. Die Tools sind je nach Anwendung sehr hilfreich.
Mehr Infos unter
https://www.google.com/nikcollection/
 

Zwielicht

001_IMG_0629-HDR004_IMG_0622

Frau Holle will diesen Winter ihre Kissen nur zaghaft ausschütten, kein Schnee und auch kein Eis waren in dieser Jahreszeit zu sehen. Es war ein regnerischer Tag, der uns nicht in die Natur lockte. Um unsere Kreativität auszuleben, suchten wir nach einer spannenden, nicht alltäglichen Örtlichkeit. 

Wir entschlossen uns für das Nähmaschinenmuseum in Dürnten, das auch Lifestyle- Accessoires für Haus und Garten (LIHAGA.CH) anbietet. Hier konnten wir uns mit den schwierigen Lichtverhältnissen auseinandersetzen. Dabei erwies sich die Funktion des Histogramms in der Kamera als sehr nützlich.
Für die Motivwahl fanden wir mehr als genug spannende Objekte. Die Zeit verflog viel zu schnell und der Tag neigte sich rasch dem Ende zu.
 

Inspiration für die Arbeit mit Blitz

Oftmals weiss man zu Beginn der Fotoarbeit nicht so recht, was mit dem Blitz anzufangen ist. Wie kreativ die Arbeit mit dem Blitz sein kann oder wie sich eine Bildaussage durch Gebrauch oder eben Nichtgebrauch verändern kann, dies möchten wir hier gerne aufzeigen:
001__E9A1765
Das folgende Bild wurde ohne Blitz gemacht:
002__E9A1769
Hier das „Steinmanndli“ mit Blitz fotografiert:
003_DSC_1355
…oder dann eben mit Blitz jedoch stark unterbelichtet wurde die Fotografie praktisch zum gleichen Zeitpunkt abgelichtet. Spannend oder? Wirkt mystisch und so ganz anders wie das „harmonische Steinmanndli“ oben. Weitere Tipps und Tricks können im Weiterbildungsmodul 3 „Blitz(idee)“ im Oktober gelernt werden. Gleich anmelden!
004_DSC_1363
 
 

Faszination Makro-Fotografie

Die Blüten „schreien“ richtiggehend nach Aufmerksamkeit und bieten der Makrofotografie tausende spannende Sujets. So verbrachte unsere Kursgruppe Modul 5 „Das Kleine ganz gross“ einen herrlichen Foto-Tag im Botanischen Garten Grüningen (http://www.botanischer-garten.ch).
Zum Bild: Saftiges grün und zarte Farnblätter ergeben dieses schöne Bild.
00024_Folgenummer 1-9
Das Wetter hat glücklicherweise mitgespielt, so dass vom Morgentau bis weit zur Sonne hingestreckten Blüten aufgenommen werden konnten.