Lichtformer für die Studio- und Porträtfotografie 1/2

Lichtformer – was für ein wunderbares Wort. Und erst recht was für fantastische Geräte! Um Licht auf dem Fotoset zu erzeugen, können wir natürlich eine einfache Lampe verwenden, beispielsweise Richtung Wand oder Para-Schirm gerichtet. Gerne arbeiten wir aber mit speziellen Lichtformern wie Softbox, Striplight, Oktabox oder Beauty Dish. Diese Geräte formen – der Name sagt es so schön – das Licht in Variation. 
Weiss auf weiss: Ein weiss angezogenes Model vor weissem Hintergrund zu fotografieren – das war die erste Herausforderung im Porträt-Kurs. Mittels Lichtformer galt es nun die Beleuchtung so zu steuern, dass der Hintergrund weisser wirkt als unser Model Evelyn, eine professionelle Tänzerin. In diesem Fall haben wir zwei Striplights und eine zur Wand gerichtete Lampe hinter dem Fotografen verwendet.  
Nach den anfänglich klassischen Aufnahmen, vorwiegend sitzend und ruhend, wünschten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer mehr ‚bewegende Bilder‘. Das Resultat: weiss auf weiss, aber keineswegs fade! Lust bekommen auf den nächsten Lichtformer-Kurs ab Montag 28.5.2018?!

 
 
 

Sterne vor der Haustür

Wo sind die Sterne geblieben? Das helle Siedlungslicht dominiert die Nacht. Aber zum Glück liegt die Fotoschool nicht weit weg vom Pfäffikersee und dem 1115 Meter über Meer liegenden Bachtel. Da, fast vor der Haustüre, funkeln die Sterne zum Greifen nah und warten darauf fotografiert zu werden.
Diese Nachtfotografien entstanden auf dem Bachtel. Weiss der Geier, wie diese faszinierenden Sternenbilder gemacht werden!? Jedenfalls wir wissen es. Gerne geben wir die Tipps weiter:
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– In bewohnten Gegenden muss man zuerst die dunklen Standorte wie Seeufer, Hügelkuppen oder Waldlichtungen ausfindig machen.
– Man muss berücksichtigen, dass die Sterne nicht zu jeder Jahreszeit gleich intensiv zu sehen sind. Auf diesen Bildern lässt die Intensität der Milchstrasse schon nach. Gut zum Fotografieren eigenen sich die Sommermonate Mai bis September. Die ‚Wintermilchstrasse‘ wirkt indes eher schwach.
– Nebst Kälteresistenz, Geduld und hilfreichem Kameramaterial braucht es unabdingbar gewisses Fachwissen, beispielsweise bezüglich Zusammenspiel von Brennweite und längst-möglicher Verschlusszeit.
Martin Rusterholz kennt das Firmament, wie es nur wenige kennen: Er weiss alles über die Sterne, die Bewegung der Sterne und was beim nächtlichen Fotografieren zu beobachten und zu beachten ist. Mit Vergnügen gibt er sein Fachwissen weiter im fotoschool-Kurs „Faszination Sternenhimmel. Von der Planung bis zum fertigen Bild“. Der nächste Kurs findet im Sommer 2017 statt.
Übrigens: Gelungene Sternenbilder kann man mit einer ganz normalen Spiegelreflex- oder Systemkamera machen. Für die nachfolgenden Bilder wurde eine Fuji x Pro2 verwendet.

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Bachtelturm mit Milchstrasse

Nachtbilder wirken besonders spannend, wenn der Sternenhimmel in Kombination mit einem Gegenstand aufgenommen wird. Es muss nicht immer ein Geier sein. Auch das Spiel mit dem Bachtel-Turm wirkt dramatisch.

In den Bergen kommen wir dem Universum näher

Sternenklare Neumondnacht. Das Universum scheint zum Greifen nah zu sein. Neulich, Ende August, fotografierte Schulleiter Christian Weymann den fantastischen Sternenhimmel im Engadin. Aufgrund der Höhe (1500m ü. M.) und der geringen Luftverschmutzung ist die feurige Milchstrasse gut sichtbar.

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Milchstrasse über Zernez

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Milchstrasse und Eisenbahn (RHB) bei Zernez

Dann ziehen Wolken auf. Durch die Wolkenfetzen und die Lichtverschmutzung vom Oberengadin wirkt es, als ob der Himmel bald zu brennen anfängt. Der Feuerpfeil unten rechts ist die Rhätische Bahn auf der Fahrt durch die Nacht…
Der nächste Kurs „Guten Abend, gute Nachtfotografie“ ist leider bereits ausgebucht (29.09.2016). Die Kurse 2017 werden demnächst hier ausgeschrieben.